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Monatsarchiv für Oktober 2007

Der Weisheit letzter Schluss #2

Mittwoch, den 31. Oktober 2007

Die Vorliebe der Engländer für Tee versteht man erst, wenn man ihren Kaffee gekostet hat.

Daninos, Pierre

Beethoven

Montag, den 29. Oktober 2007

Gestern war Sonntag. Einige Stunden Sport, ein Symphoniekonzert von Beethoven und Fischfilets, die unbedingt gegessen werden mussten, das war das Sonntagsprogramm. Vor dem Sport Fischfilets? Ging gar nicht. Vor dem Konzert Fischfilets – auch nicht. Also nach Beethoven, egal wie spät! Und damit es nicht zu spät wurde, habe ich schon mal vorgearbeitet:
Für 3 bis 4 Personen:
5 Scheiben Bacon
1 rote Zwiebel
2 Frühlingszwiebeln
3 Knoblauchzehen
Ingwer
Butter
Weißwein oder Sekt

Den Bacon in einer Kasserolle langsam ausbraten und anschließend herausnehmen
1/2 El Butter schmelzen lassen,
kleingeschnittene rote Zwiebel,
Frühlingszwiebel,
Knoblauchzehen und
Ingwer
glasig anziehen lassen und
mit einem sehr guten Schuss Weißwein oder Sekt ablöschen und reduzieren.

Nach dem Konzert geht alles andere blitzschnell:

2 Tassen heißes Wasser
1 Tasse Basmati Reis
1 Prise Salz
ca. 12 Minuten köcheln (Wasser sollte komplett verdampft sein)

Den reduzierten Fonds erhitzen, die Fischfilets darauf verteilen und mit 1/4 l Sahne aufgießen und leise köcheln lassen (ca. 10 Minuten – je nach Dicke der Filets)
mit etwas Meersalz und Pfeffer und – falls vorhanden – Vanillesalz abschmecken.
Mit frischen Korianderblättchen garnieren und mit Reis servieren.
Dazu passt ein halbtrockener Riesling und
zum Ausklang eines wunderschönen Sonntags: eine CD mit Klaviermusik von Beethoven

Oh these summer days….

Sonntag, den 28. Oktober 2007

Die letzten Sonnenstrahlen dieses Sommers tauchen den Markt in ein warmes Licht, es ist noch ein wenig warm, aber bald würde man wieder die Jacken auspacken und sich an heißen Teetassen die Hände wärmen müssen. In der Auslage funkelt das Obst in den buntesten Farben, überall duftet es nach wunderbaren Dingen – der warme Geruch der letzten Pfirsiche, die kräftigen Aromen der eingelegten Oliven, der würzige Käse und da hinten, ja ganz da hinten duftet es nach warmen Brot. Es ist ein Tag um alles zu vergessen. Der Alltag ist ganz weit weg, Zeit spielt keine Rolle und mit einem frisch gepressten Bärensaft in der Hand badet man in der Stimmung des morgendlichen Marktes, während schwer in der anderen Hand die Schätze wiegen, die man schon erbeutet hat. Dann ein Picknick am Rhein, einfach so auf bloßem Rasen. Ganz leise kann man noch die Stimmen vom Markt hören, ab und zu kommen Leute vorbei mit Tüten bepackt. Die Sonne scheint auf nackte Füße, das Gras kitzelt an den Zehen. Sitzen in einem Meer aus Fressalien – Sesambrot, gefüllte Peperoni, französischer Käse, Garnelen, Trauben und Pfirsiche.

Sommer, ich werde dich vermissen.

Der Weisheit letzter Schluss #1

Samstag, den 27. Oktober 2007

Wer zu allem seinen Senf gibt, gerät leicht in den Verdacht, ein Würstchen zu sein.

Was der Bauer nicht kennt…

Freitag, den 26. Oktober 2007

Ich mochte schon als Kind Dinge, die andere Kinder nicht aßen. Nicht sehr zur Freude meiner Eltern, denn kaum konnte ich feste Nahrung zu mir nehmen, futterte ich ihnen die Gambas vor der Nase weg. Eigentlich waren sie aber auch selbst schuld, denn bei uns herrschte immer das Prinzip das ich zwar essen konnte was ich wollte, aber sie mir auch immer – beispielsweise im Restaurant – anbaten bei ihnen zu probieren. Es dauerte nicht lange und schon stellte ich fest, dass das was meine Eltern aßen meist viel leckerer war. So wurde ich recht schnell großer Fan von Kalbsleber, Meeresfrüchte, Gänseleber und Stinkekäse.

Noch ganz genau erinnere ich mich, wie ich im zarten Alter von acht Jahren das erste mal Austern probierte – und sie seitdem liebe. Es war auf so einem kleinen Wochenmarkt an der Côte d’Azur, es stürmte ein wenig und die Sonne hatte es noch nicht geschafft die Luft aufzuwärmen. Meine Eltern bestellten an einer kleinen Stand ein Dutzend Austern und den typischen Wein dazu. Anfangs war ich noch etwas skeptisch als ich das schlabbrige Zeug betrachtete, was da so grau und roh in der Schale rumschwamm. Aber es dauerte nicht lange und schon schlabberte ich meine erste Auster. Seitdem habe ich nie wieder so leckere Austern gegessen.

Aber diese Neugier hat bis heute angehalten. Am liebsten bestelle ich in Restaurants etwas, was ich noch nie probiert habe. So kam es auch, dass ich letztes Wochenende Zebra, Antilope und Krokodil aß. Und dazu einen Kaktusfeigensaft trank während ich die Gäste am Nebentisch bemitleidete, die vor einem Schnitzel mit Pommes saßen. Aber davon erzähle ich ein ander mal…

Kochwitze #1

Donnerstag, den 25. Oktober 2007

Woran erkennt man einen Griechen in der Küche?
Wenn er zuerst den Knoblauch schneidet und sich dann erst überlegt, was es zum Essen gibt.

Chilli Streiche

Mittwoch, den 24. Oktober 2007

Chili-Streiche

Immer wieder gibt es Menschen, die so garkeine Gewürze vertragen. Manchen ist sogar schon eine Maggi-Würzmischung zu scharf. Nicht so für mich. Ich liebe scharfes Essen und bin damit nicht alleine. In Dresden beispielsweise gibt es Scharf-Ess-Wettbewerbe, bei dem die Teilnehmer schon mal nach dem Genuss eines 100.000-Scoville-Chilis von den Rettungssanitätern abgeholt werden müssen. (Ich plane das für meinen nächsten Urlaub)

Aber das schreckt mich ja nicht ab und eigentlich bin ich ja auch ganz stolz darauf „Einiges“ zu vertragen. Doch vor zwei Wochen haben sie mich dran gekriegt.
Mein bester Freund reichte mir scheinheilig eine kleine, rote Chilischote. Sie sah ganz harmlos aus, fast schon wie Mini-Gemüse, so klein war sie. Probier mal. Ist wirklich scharf. (Natürlich wußte er, dass so eine Aussage mich dazu anstacheln würde sie zu essen, nur um das Gegenteil zu beweisen) Und was soll ich sagen? Äußerlich blieb ich natürlich gelassen. Ganz so als wäre nichts. Aber innerlich hatte ich Brandblasen dritten Grades. Mindestens. Meine Schädeldecke hob sich ab und Dampffontänen schossen mir aus den Ohren. Dieser mieße Hund! Fünf Minuten hielt ich es aus, dann schlich ich mich unter vorgetäuschten Umständen in die Küche und trank fast einen ganzen Liter Milch.

Na warte, dem werde ich das noch heimzahlen.

Early morning Tea or Coffe?

Dienstag, den 23. Oktober 2007

Milchkaffee bitte, und zwar gleich, sofort und auf der Stelle!! Mit diesem Kommando schaffe ich es ohne Zögern – so-zu-sagen – im Eiltempo mein gemütliches Bett zu verlassen, alle noch so schönen Träume ebenfalls und im Sturzflug geht’s Richtung Kaffeemaschine: Milch aufschäumen, einen frisch gerösteten Espresso darin versenken – diese Prozedur noch zweimal wiederholen – und schon kann mir der allgemeine tägliche Wahnsinn rein gar nichts mehr anhaben.

Und wie bitte beginnt ihr den Tag?

Somlói galuska

Dienstag, den 23. Oktober 2007

Meine Mutter machte diesen ungarischen Nachtisch immer zu besonderen Anlässen. Ich weiß nicht wie represäntativ dieses Rezept ist – mit Sicherheit ist es aber das Rezept für die Faulen, denn der Biskuit wurde gekauft und die Mousse au Chocolat auch nicht selbst hergestellt.
Woran ich mich noch besonders erinnere, ist das ich immer eine Kinderportion ohne Alkohol bekommen hatte (denn der Nachtisch hat es echt in sich), aber die erwachsene Variante immer viel leckerer fand.

Zutaten:

1 Wiener Tortenboden (kann man meist beim Bäcker des Vertrauens bestellen und frisch abholen)
1 Becher Sahne
1 Packung Dr. Oetker Mousse au Chocolate
Rum, braun

Rezept:

Tortenboden in kleine Stücke schneiden und so mosaikförmig den Boden einer Schüssel auslegen. Diese Biskuit-Schicht dann großzügig (und wenn ich hier großzügig schreibe, dann meine ich das auch) mit Rum beträufeln. Anschließend eine Lage Mousse au Chocolate (zuvor nach Anleitung zubereiten) auftragen und diese wieder mit Biskuit bedecken.
Immer so weiter fortfahren bis die Schüssel voll ist. Abschließend eine Lage geschlagener Sahne draufstreichen und evtl. noch mit Kakaopulver dekorieren.

Das war es schon. Geht super schnell und ist auch genauso schnell wieder gegessen, weil es so lecker ist. Man kann das ganze auch direkt in kleine Dessert-Schalen befüllen oder trendgerecht in Gläser.

Ratzfatz-Rezept 10: Gemüsemaultaschensuppe

Montag, den 22. Oktober 2007

Bin schon mit einem Bein auf dem Weg zum heimischen Herd. Heute muss mal wieder im Schweinsgalopp gekocht werden. Aber was? Gemüsemaultaschen liegen schon länger im Kühlschrank, das Verfalldatum ist bereits etwas überschritten, macht aber nix – heute sind sie fällig! Und was dazu? Salat? Nö, dauert zu lange und bei der Kälte hat auch keiner so richtig Lust auf Salat. Ich mach‘ ne Suppe, das geht ruckzuck bzw. ratzfatz:1 Suppengrün, 1 Pck. Gemüsemaultaschen, 1 El Butter, 1 Knoblauchzehe, 1 1/2 El gekörnte Brühe, 1 Msp. Fenchelsaat, 1 Msp. Muskatnuss, frisch gemahlener Pfeffer, Suppengrün, Zwiebel und Knoblauzehe kleinschneiden und mit Fenchelsaat in der zerlassenen Butter leicht anschwitzen. Mit der gekörnten Brühe bestäuben und mit Wasser (ca. 1/2 Liter) auffüllen. Einmal aufkochen lassen und anschließend für ca. 10 Minuten „leise“ köcheln lassen. Dann die Maultaschen in der Brühe versenken und noch einmal ca. 8 bis 10 Minuten köcheln lassen. Mit Muskatnuss und frisch gemahlenem Pfeffer abschmecken. Falls vorhanden, Petersilie drüber streuen. Fertig!