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Monatsarchiv für Oktober 2007

Auf der Reise durchs Internet #4

Montag, den 22. Oktober 2007

Eine Seite dich ich auch immer wieder gerne besuche ist die Kochwerkstatt.
Hier findet man so tolle Kuriositäten wie den Bananentree und den Käseschwamm.

Am meisten gefreut habe ich mich allerdings über über den Eintrag über eine ungarische Paprikapaste, die ich selbst auch immer zum kochen verwende. Eben jene kann man hier nicht käuflich erwerben, ist wahnsinnig lecker und muss leider von Großeltern immer mit der Post eingeflogen werden. Allerdings finde ich sie nun garnicht so schwarf wie in der Kochwerkstatt beschrieben, aber das mag auch an meinen ungarischen Genen liegen.

Schon wieder Suppe

Sonntag, den 21. Oktober 2007

Ein tolles Rezept für nasse kalte Herbsttage an denen man am Liebsten im Bett bleiben möchte:

Zwiebeln und Knoblauch anbraten
Alles was man so an Gemüse im Haus hat dazugeben und anbraten (Für Faule: Iglo-Gemüsemischungen eignen sich ganz besonders gut. Ich bevorzuge die “Italienische Gemüsepfanne” und vielleicht noch etwas Broccoli und Lauch)
Hühnerbrühe hinzugeben
Maultaschen in Streifen schneiden und in der Suppe gar ziehen lassen
Nach Geschmack abschmecken und würzen (Wenn man es scharf mag passen getrocknete kleine Peperoni hier sehr gut dazu.Und wenn man wie ich einen kleinen Kräutergarten auf dem Fensterbrett hat, kann man das noch mit etwas Thymian, Majoran und Rosmarin aupeppen)

Viel Spaß beim Nachkochen!

Nahrungsmitteltechnische Absonderheiten #2

Samstag, den 20. Oktober 2007

Ich habe noch etwas zu beichten. Nicht nur, dass ich manchmal merkwürdige Dinge esse, nein ich esse auch manchmal wochenlang das gleiche. Ich habe regelrechte Essens-Phasen. Im Sommer ernähre ich mich manchmal tagelang von Wassermelonen. Die Kassierinnen im Supermarkt meines Vertrauens werfen mir dann immer merkwürdige Blicke zu, wenn ich immer wieder mit dem Einkaufswagen voll mit Melonen vor ihnen stehe. Auch immer wieder gerne habe ich meine Müsli-Phase. Da ist es egal ob zum Frühstück oder Abendessen, nur manchmal gibts es anstatt Milch Joghurt dazu. Momentan stecke ich gerade mal wieder in einer Spinat-Phase. Das bedeutet in dem Fall aber nicht, dass ich Spinat zu etwas esse. Nein ich esse einfach nur Spinat. Ok – ich brate vorher ein paar Zwiebeln an und ein wenig Knoblauch und manchmal kommen auch ein paar gewürfelte Tomaten dazu. Aber hauptsächlich esse ich Spinat. Ob ich mich vielleicht nach einer Selbsthilfegruppe umsehen sollte?

One moment on the lips – a lifetime on the hips

Freitag, den 19. Oktober 2007

Einen Moment auf den Lippen – ein lebenlang auf den Hüften, pflegt der Engländer zu sagen. Ich kann ihm da nur Recht geben. Die leckersten Rezepte sind meist auch die mit den meisten Kalorien. Aber da uns das ja völlig egal ist, hier noch ein Rezept das in diese Kategorie zählt: eine Erdnuss Sauce die es wirklich in sich hat.

Zwiebeln und Knoblauch schneiden und andünsten

Peperoni fein schneiden und anbraten / oder einen Löffel Sambal Oelek anbraten (für die, die es gerne scharf mögen gerne auch Beides)

ca. ein halbes Glas Erdnussbutter und eine Dose Kokosmilch hinzugeben

(Jetzt ein paar Minuten warten, die Erdnussbutter wird von alleine flüssiger. Sollte die Flüssigkeit dennoch nicht ausreichen kann man noch mit Gemüsebrühe strecken)

Jetzt nur noch darauf achten, dass die Sauce nicht anfängt zu kochen, denn dann flockt die Kokosmilch aus. Abschmecken und nach Bedarf würzen. Fertig.

Besonders gut schmeckt die Erdnuss Sauce zu Hähnchenspießen und Wok-Gemüse. Aber die völlig Erdnuss Verrückten essen sie auch schon mal auf Brot oder eben so zu allem was auf den Tisch kommt.

Nahrungsmitteltechnische Absonderheiten

Donnerstag, den 18. Oktober 2007

Als Kind aß ich mit Begeisterung Nuttela mit Salami. Heute esse ich manchmal Eierwaffeln mit Edamer. Und ich kann nicht mit frischem Hackfleisch kochen ohne ein wenig davon zu probieren – mit einer Prise Salz und Pfeffer und einen Schuß Olivenöl. Ich habe da so die Theorie, dass jeder von uns ein paar verirrte Geschmacksnerven hat. Deswegen würde mich interessieren was ihr so verschling, wenn niemand zuschaut. Los, traut euch – sachdienliche Hinweise bitte in den Kommentaren hinterlassen.

Die Suppen-Saison hat begonnen

Mittwoch, den 17. Oktober 2007

In der letzten Zeit bin ich ja mehr und mehr zum Suppen-Liebhaber geworden. Das Schlaraffenland für mich ist in der Hinsicht ein kleines Take-Away-Restaurant in Dresden, das den malerischen Namen “Hot Spoon” trägt und für unschlagbar günstige Preise unschlagbar große Portionen unschlagbar leckerer Suppe verkauft. Das Konzept ist eigentlich ganz einfach. Jeden Tag neue Suppen und eigentlich alle wirklich lecker. Aber leider wohne ich nicht in Dresden und in meiner Heimatstadt ist noch Niemandem der Trend der Suppenbars aufgefallen, deswegen muss ich mir meine Suppen leider immernoch selbst kochen. Hier ist eines meiner Lieblingsrezepte für all diejenigen unter euch, denen der Luxus einer Suppenbar auch verwehrt bleibt:

Curry-Kokos Suppe mit Glasnudeln:

1 kleine Zwiebel und 1 Knoblauchzehe kleinschneiden und glasig dünsten
1 Teelöffel (je nach gewünschten Schärfegrad auch etwas mehr) roten Curry (am Besten als Paste) mit anbraten
1 Teelöffel Honig hinzugeben
1 Packung Iglu-Asia-Wok-Gemüsemischung hinzugeben (das ist für die Faulen, alle anderen können einen kleine Auswahl Gemüse ihrer Wahl anbraten. Gut funktioniert hier eigentlich alles, was man beim Asiaten seines Vertrauens auch serviert bekommt: Bambussprossen, Shitake-Pilze, Paprika, Zuckerschoten und und und)
1 Dose Kokosmilch hinzugeben
1 Dose Tomaten in Stücken hinzugeben (Für nicht ganz so faule heißt es hier Tomaten schälen, würfeln und rein damit) und evtl. noch mit etwas Tomatenmark nachhelfen.
1 handvoll Glasnudeln dazugeben (Glasnudeln müssen meist eingeweicht werden und gehen dann extrem auf. Es empfiehlt sich hier immer ein bißchen weniger zu nehmen)
Köcheln lassen bis die Glasnudeln gar sind.
Frischen Basilikum hinzugeben (Achtung, jetzt nicht mehr kochen lassen)
Je nach Geschmack nachwürzen und abschmecken.

Und allen die genauso scharf sind auf Garnelen wie ich sei hier noch die Premium-Variante des Rezepts verraten:

Frische Garnelen kurz in der Pfanne anbraten und als Garnierung auf die servierfertige Suppe legen.
Gleiches funktioniert natürlich auch mit Hähnchenstreifen ist meiner Meinung nach aber nicht mal halb so lecker.

Portugiesische Küche

Montag, den 15. Oktober 2007

Pastéis de nata –
Sahnepasteten für süße Genießer

Als bekennender Portugal-Fan gehe ich in heimatlichen Gefilden immer wieder – leider vergeblich – auf die Suche nach einer ganz bestimmten portugiesischen Köstlichkeit: Pastéis de nata. Diese kleinen Blätterteigpasteten mit einer Sahnekremefüllung kann man in Portugal in jedem Café oder jeder Bäckerei bekommen. Die berühmtesten, die Pastéis de Belém, kommen aus einem Lissabonner Café im feinen Stadtteil Belém, unweit des Präsidentenpalast. Hier das Rezept:

1 Päckchen TK-Blätterteig

Für die Füllung:
500 ml Sahne
9 Eigelb
9 Essl. Zucker

Den Backofen auf 220-250° C vorheizen.

Blätterteig auftauen und ausrollen. In Streifen schneiden und in kleine gefettete Muffinförmchen drücken.

Für die Füllung alle Zutaten in einen Topf geben und aufkochen lassen, bis die Creme dickflüssig ist. Abkühlen und anschließend in die Förmchen geben.

In den vorgeheizten Backofen schieben und ca. 25 Minuten backen.

Vor dem Servieren mit Zimt und Zucker bestreuen!

Terrassen Café

Donnerstag, den 11. Oktober 2007

Heute ist Markttag. Für zwei Stunden kann ich ohne schlechtes Gewissen mal meinen Schreibtisch verlassen, um bei strahlendem Herbst-Sonnenschein mit Kollegin Ilsebilse Einkäufe zu erledigen. Zur Belohnung wollen wir uns einen Kaffee Latte (so nennt man heutzutage Milchkaffee) und extra sahnigen Kuchen auf der Terrasse eines Schicki Micki Cafés gönnen. Riesen Andrang natürlich bei dem Wetter. Beladen mit Tüten und Taschen voller Gemüse, Äpfel, Kartoffeln (alles Bio versteht sich) steuern wir gut gelaunt auf einen soeben frei gewordenen Tisch zu. Schwupps steht auch schon ein erzürnter Kellner vor uns und blafft uns höchst unfreundlich an: “Sehen Sie nicht, dass hier sechs Stühle stehen; sie sind doch nur zwei Personen – also so geht das nicht! Suchen Sie sich einen Tisch, an dem noch zwei Plätze frei sind!” Wirklich nett der Bursche, na gut er ist ja auch etwas zu kurz geraten und muss sich deshalb wohl aufspulen. Fazit: Nie wieder Einkehr bei Schicki Mikies! Wir haben erst mal die Nase gestrichen voll, zumal wir kurz zuvor auch am Hähnchenstand auf dem Markt zusammengefaltet wurden. Auf unsere Bitte für das soeben gekaufte gebratene Hähnchen eine zweite Tüte zu bekommen, damit es nicht so extrem aus unserer Einkauftasche herausriecht, hörten wir – untermalt vom heißgeliebten kategorischen Imperativ: “Für e i n Hähnchen gibts auch nur e i n e Tüte! Basta!” Okay Servicewüste, wir haben es uns hinter die Ohren geschrieben! Auf dem Weg zur Bushaltestelle überlege ich lautlos, ob uns wohl der Busfahrer hochkant aus seinem Fahrzeug schmeißt, wenn er das Hähnchen riecht und die vollen Taschen sieht… Naja, zur Not nehmen wir uns ein Taxi (schließlich müssen wir ja noch die für Latte und Kuchen gesparten Euros unter die Leute bringen) und verstauen den ganzen Kram im Kofferraum.

Erste Austern

Mittwoch, den 10. Oktober 2007

Heute sind mir die ersten Austern ins Gesicht gesprungen. Es gibt sie in den Monaten die ein “r” enthalten. Also ab September bis April. Wie ich ausgerechnet auf Austern komme? Ganz einfach. Auch ich war einst mal schwanger. Bis dahin habe ich Austern als ausgesprochen ekeliges Luxusgetue mit Verachtung gestraft. Aber dann begann der 4. Monat einer bis dahin harmlosen Schwangerschaft. Plötzlich befiel mich der Heißhunger auf: Austern! Egal was sie kosten, Luxus hin oder her, ich brauchte sie ab sofort täglich und möglichst DUTZENDE. Zum Frühstück, mittags und abends. Ich konnte einfach nicht genug kriegen. Dieses kostspielige Bedürfnis blieb nicht ungestraft. Kaum konnte er nämlich laufen, der nette kleine Junge – worauf war er scharf? Auf alles, was das Meer zu bieten hat. Meeresspinnen, Fische jeder Art und Form, Schnecken, Muscheln und – natürlich – AUSTERN. Mir wurde schon vom Hingucken schlecht. Aber der liebe Kleine verschlang die Meerestiere mit Zitrone beträufelt, wo immer er sie zu fassen bekam. Mir wurde nicht nur schlecht vom hingucken, sondern auch der Blick in die Geldbörse verursachte erhebliche Würgereize. Vergeblich war die Mühe, sein Augenmerk auf Schweinekotelett mit Wirsing und Bratkartoffeln und ähnliches zu lenken. Einzige Alternative für ihn: Spaghetti Vongole! Na toll.

Mehr essen am Meer

Mittwoch, den 10. Oktober 2007

Kaum zu glauben aber wahr: Wir haben endlich ein paar Tage Urlaub gemacht. Nordportugal war das Ziel der Begierde. Ende September natürlich null Tourismus. Blauer Himmel und einsame Sandstrände, die sich entlang einer wunderschönen Dünenlandschaft endlos ausbreiten.

In der Ferne einige Fischerbote, vereinzelt auch Surfer, die geschickt in der Brandung des Atlantiks von Welle zu Welle “reiten”. Hinter den Dünen – wie erhofft – kleine Fischerkneipen, von außen vielleicht etwas gammelig, innen jedoch blitzsauber. Außer uns nur Einheimische! Ein sicheres Zeichen für echte portugiesische Küche.

Auf dem offenen Holzofengrill liegen exakt die Köstlichkeiten, von denen der Reisende nicht nur träumen, sondern die er auch genießen will: Gambas, Duorade, Schwertfischsteaks, Bacalhau, Sardinen ….Selbstverständlich frisch gefangen. Die Qual der Wahl hat uns fest im Griff. Am liebsten möchten wir von allem probieren und das tun wir dann auch. Wunderbares Maisbrot, Oliven, Pimientos, Tomatensalat mit reichlich Zwiebeln und köstlicher Reis dienen als Beilage. Dazu trinken wir exzellente portugiesische Weiß- und Rotweine. Und das zu erschwinglichen Preisen. Wir sind einfach nur begeistert.
Eine Woche lang sind wir willkommene Gäste, Stammtisch inklusive! Die aufmerksamen Kellner haben sich unsere kulinarischen Vorlieben nicht nur gemerkt, sondern auch blitzschnell vor uns aufgebaut. Sollten sie sich vorgenommen haben, uns nach Strich und Faden zu verwöhnen, dann ist ihnen das hervorragend gelungen.

Vor einer Woche haben wir das Schlaraffenland leider wieder verlassen müssen. Keiner von uns hat sich bisher nur in die Nähe einer Waage getraut. Interessiert auch nicht wirklich. Es war einfach nur Genuss pur!! Wir kommen wieder, wir wollen noch mehr essen am Meer. Und bis es soweit ist, träumen wir von der portugiesischen Gastfreundlichkeit, von frischen Fischen, herrlichen Weinen, einsamen Stränden…..