"Was cooxt Du?"
Gemeinsam mit Dir wollen wir das
Web zum Kochen ... mehr ...


Mitmachen
Wer Lust und Freude am Kochen
und am Schreiben hat ... mehr ...


Über uns
Impressum ... mehr ...

Monatsarchiv für Februar 2008

Heilfasten

Freitag, den 15. Februar 2008

Heilfasten scheint ja derzeit groß in Mode zu sein. Ich kenne viele die das schon ausprobiert haben und wenn man sich ein wenig durchs Internet googelt, stellt man fest, dass es tatsächlich fanatische Anhänger desselbigen gibt. Nachdem ich mich ein wenig für das Thema interessiert habe, habe ich mich auch ein wenig damit beschäftigt und auch vor geraumer Weile mal einen Versuch gestartet, den ich leider abbrechen mußte, weil ich einfach meinen Kreislauf nicht mehr aus dem Keller bekommen habe.
Interessant war es trotzdem. Es ist erstaunlich wie unglaublich lecker und geschmacksintensiv einem eine Gemüsebrühe (Brühe!  Nicht mal Suppe, nein nur die Brühe) vorkommt, wenn man mal ein paar Tage nur Wasser und ganz ganz wenig Saft zu sich nimmt.
Gerade kämpt eine Freundin gegen den inneren Schweinehund. Ich bin gespannt wie sie damit zurecht kommt. Mal schauen, vielleicht versuche ich es ja auch nochmal. Ich laß euch dann wissen wie es läuft!

Valentinstag

Donnerstag, den 14. Februar 2008

Halte ich persönlich ja nichts von. Nur eine Erfindung der Blumen- und Geschenkeindustrie. Überhaupt was bringt das denn? Nimmt doch niemand ernst. Ich kenne auch niemand, der sich tatsächlich zum Valentinstag was schenkt. Und die ganze Stadt ist voll von Herzen und Blumen und Kitsch. Wiederlich!

Aber trotzdem ist man am Ende des Tages ein wenig traurig irgendwie, wenn man tatsächlich leer ausgeht. Merkwürdig.

Wer kochen will, muss auch würzen

Dienstag, den 12. Februar 2008

… eine Binsenweisheit? Nicht wirklich! Denn zum würzen gehören natürlich Gewürze. Und davon gibts viele. Sehr viele! Und die findet man nicht in ausreichender Auswahl im Lebensmittelgeschäft um die Ecke. Zumal es nicht nur die Gewürze gibt, sondern deren ungezählte Mischungen. Und ich meine nicht einmal die Kräuter. Mit Gewürzen zu kochen ist wirklich eine spannende Angelegenheit. Hier kann man seine Kreativität voll entfalten. Und wenn es an Phantasie mangelt, oder das obligatorische Salz und der Pfeffer nicht wirklich Geschmackserlebnisse bringen, reist man entweder nach Nordafrika (oder anderswo hin), oder eben nach Ferney-Voltaire, bzw. nach Divonne-les-Bains in Frankreich. Und hier findet man, was des Würzens Grundlage ist: Gewürze und Kräuter. In Hülle und Fülle, in Farben, die nur die Natur hervor zaubert, in Geschmacksrichtungen, die in jedem Fall Vorsicht walten lassen sollten. Denn sie wirken auf die Sinne, wie Sommerwiesen in voller Blüte die Bienen betören. Farbenfroh und gefährlich: GewürzeGewürzt werden muss also mit Bedacht. Aber dem Einfallsreichtum sollten dabei keine Grenzen gesetzt sein. Ob Mineralien, Pflanzen, Kräuter, Wurzeln, Samen und Rinden. Sie alle beeinflussen Geschmack und Vorlieben und haben ihren Platz in der Vielfalt unserer Speisen.Monsieur Voltaire war nicht nur ein genialer Schriftsteller und Aufklärer, sondern hatte auch die „Nase“, sich seinen Lebensabend auf diesem Fleckchen Erde in der Nähe von Genf zu versüssen. Er wusste sicher warum. Hier würzte eine wunderschöne Landschaft, umgeben von Bergen des Jura und Seen, sein Alter. Und uns die Erkenntnis, dass Kürze mit Würze nicht viel zu tun hat.

Leben wie Gott in Frankreich

Dienstag, den 12. Februar 2008

Wir sind immer noch auf dem Markt von Ferney-Voltaire. Hier befindet sich ein kleines, feines Luxus-Käselädchen mit der geballten Vielfalt französischer Käsespezialitäten.

dscn0386.JPG

Und nullkommanix hat uns die lustvolle Qual der Wahl fest im Griff: Brie de Meaux mit Trüffel, Walnüssen, Oliven oder Bärlauch gefüllt? Oder doch lieber Munster, Mont d’Or, Saint-Nectaire, Rocamadour…!

dscn0395.JPG

Jetzt wird uns mal wieder bewusst, warum Charles de Gaulle „verzweifelt“ rief: Wie soll ich ein Land regieren, in dem es mehr Käsesorten als Tage im Jahr gibt?

Und weil wir gerade bei Charles de Gaulle sind…, auch zum Spargel hat er ein für allemal festgestellt: Es hat mich nie gestört, dass man mich manchmal mit einem Spargel verglichen hat, denn am Spargel ist der Kopf das Wichtigste.

Savoir Vivre

Dienstag, den 12. Februar 2008

Wenige Kilometer nordwestlich der Stadt Genf, in dem kleinen französischen Dorf Fernay-Voltaire, haben wir einen Markt entdeckt, der -fast- keine kulinarischen Genüsse unbefriedigt lässt: Seltene Gewürze, Salz aus den Salzgärten aller Herren Länder, knackige Gemüse und Salate, fangfrische Fische, Austern verschiedener Qualitätsstufen, Seeigel, Meeresspinnen, Schnecken.Die Sache mit den Austern haben wir sofort erledigt. Sie waren so köstlich und frisch, dass wir die Zitronen links liegen ließen, um Genuss pur zu erleben!dscn0410.JPGEbenfalls am Austernstand vergnügte sich ein Vater mit seinem vierjährigen Sohn. Der Dreikäsehoch schlürfte seine Austern höchst professionell und ich möchte bezweifeln, dass er jemals mit der selben Freude und Begeisterung Nutella-Brötchen verschlingt. Gefehlt hat lediglich noch, dass er die Tierchen mit einem Schlückchen Sancerre oder Chablis herunterspült.

Moquito

Montag, den 11. Februar 2008

Am Wochenende war ich abends mit meinem Lieblings-Möchtegern-Rockstar verabredet und nach dem ersten Latte Machiato und der fortschreitenden Uhrzeit war es uns danach auf etwas alkoholhaltigeres umzusteigen. Das kleine italienische Cafe in dem wir saßen hatte eine kleine Auswahl an exklusiven Cocktails, aber die Bestellung gestaltete sich schwieriger als gedacht:

Wir: 2 Moquitos bitte
Sie: Tut mir leid, das haben wir nicht mehr. Steht leider noch auf der Karte, aber die Zutaten verderben uns weil das keiner bestellt. Darf ich Ihnen was anderes bringen?
Wir: Haben Sie vielleicht Limetten und könnten einen Caipirinha machen?
Sie: Nein tut mir leid.
Wir: White Russian, Sahne und Kahlua werden Sie ja haben.
Sie: Nein, tut mir wirklich leid.
(Plötzlich schaltet sich die Cheffin ein und teilte mit, dass sie sehr wohl Cocktails mixen könnten.)
Cheffin: Also 1 Caipirinha
Sie: Nein 2
Wir: Najaeigentlich wollten wir Moquitos.
Sie: Cheffin, können wir auch Moquitos machen?
Cheffin: Ja klar.
(Hier liegen sich dann Bedienung und Cheffin in den Haaren über Anweisungen vom Chef und wie und ob er das oder jenes gesagt hat oder nicht)
Sie: Also Moquitos.
Cheffin: Also ein Caipi und ein Moquito?
Wir: Nein, 2….
Sie (zur Cheffin): 2 Stück
Cheffin: 2 Caipis?
Wir (im Chor): Nein, 2 Moquitos!!!

Am Ende bekamen wir dann 2 Moquitos die schmeckten, als wären sie mit Eistee und Sprite aufgegossen gewesen und die Minze war schön fein gehäckselt im Glas verteilt, so dass man bei jedem Schluck die Minze unschön zwischen den Zähnen hängen hatte.

Aber lustig war es trotzdem!

Der Weisheit letzter Schluss #6

Sonntag, den 10. Februar 2008

„Das ist das Schöne an der Nouvelle Cuisine: Endlich kommt auch das Porzellan zur Geltung!“ 

Hans-Joachim Kulenkampff

The famous soup

Samstag, den 9. Februar 2008

Eine wunderbare Freundin hat ihr Rezept für die fabelhafte Spinatsuppe herausgerückt, die mich an Silvester verzaubtert hat. Und nun teile ich das Rezept mit euch:

Zwiebel und Knoblauch ganz fein schneiden und anbraten, dann mit Chili-Zitronen-Brühe abgelöschen und aufgefüllen (die Brühe gibt es als Würfel im Asiamarkt des Vertrauens), Spinat (feingehackt…gibts mit etwas Glück fertig zu kaufen), mit Kokosmilch auffüllen und in streifen geschnittenes Zitronengras reingeben. Mit Ingwerpulver abschmecken (geht sicher auch mit frischem, den würde ich dann am Anfang mit Zwiebeln und Knoblauch anbraten) und eine Weile kochen…vielleicht 30min.
Dann das Zitronengras wieder raussammeln, oder noch eine Stunde kühl ziehen lassen, dann aber spätestens rausnehmen.
Dann kann man es ziehen lassen. Am besten hat es mir geschmeckt, wenn die Suppe über nacht gezogen hat. Dann kann man noch etwas Kokosmilch auffüllen, dann siehts auch weniger grün aus.

Leider kann die wunderbare Freundin keine Mengen angeben, weil sie selbst eher aus dem Handgelenk kocht. Aber wir sind ja auch alles erfahrene Köche und kriegen es auch ohne Mengenangaben hin, nicht wahr?

Krankes Huhn

Freitag, den 8. Februar 2008

Krank war ich letztes Wochenende und fühlte mich elend. Eigentlich war ich weniger krank als das ich mich umfassend unwohl fühlte. Freitags schon schwanden mir ein wenig die Sinne im schweren Zigarettenqualm der Kneipe und in die Hitze der tanzenden kostümierten Leiber.
Samstags pochte dann der Schädel auch ohne Kater, der Magen streikte, die Glieder schwach. Wunderbarerweise begab sich der Mann mit den Winteraugen in die Küche, zauberte ein wenig mit viel Wasser, Hähnchenschenkel, Suppengrün und Gemüse und brachte mir eine selbstgekochte Hühnersuppe ans Bett, die ich brav in Decken eingewickelt bis zum letzten Tropfen auslöffelte.
Gut hat sie getan, so eine Hühnersuppe. Gerüchten zufolge soll Hühnersuppe ja Enzyme enthalten die antibakteriell wirken, ob es stimmt weiß ich nicht, aber geholfen hat sie. Mindestens genauso geholfen hat aber sicherlich, dass ich rumjammern durfte, ich alles ans Bett gebracht bekam und der Laptop mir stundenlang Futurama vospielte. Und so eine streichelnde Hand auf der Stirn heilt auch ungemein

Und für die nächsten Erkältungsanfälle sind noch vier Portionen sorgsam in meinem Tiefkühlfach eingefroren. Also wagt euch ja nicht ihr Grippeviren und Erkältungen, von denen ich die ganze Zeit in den Nachrichten höre!

Unterschied

Donnerstag, den 7. Februar 2008

Wo liegt eigentlich der Unterschied zwischen Karotten und Möhren?
Oder Orangen und Clementinen?
Und vorallem Lauch und Porree?