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Kann nicht kochen, lebe trotzdem. (1)

Kochen! Kochen? Ich? Ne. Passt nicht. Hab’s probiert. Ist nix geworden und wird auch nix mehr werden. Gut gemeinte Ratschläge, Kochkurse, Einfachrezepte, Herdselbsterfahrungstripps….. Das habe ich alles hinter mir. Das Schlimme dabei: ich war immer motiviert! Die Ergebnisse könnte ich in einem Anti-Kochbuch zusammentragen, Titel: Verkohltes, Verkochtes, Vermanschtes, Ausgelaufenes, Runtergefallenes und Verwürztes. In der Küche bin ich komplett talentfrei. Yeap. Akzeptiert. Is eben so. Und jetzt? Jetzt bin ich 41 und noch nicht verhungert. Das Konzept dahinter? Ist einfach und genial: Ich lasse kochen. Klingt vielleicht blöd, ist aber ehrlich. Und bedeutet, dass ich jährlich zigtausend Euro in Restaurants, Kneipen und an Imbissbuden ausgebe. Ist teuer. Ja. Vorallem seit dem der (T)euro die Preise in der Gastronomie hat explodieren lassen. Beispiele? Kennt jeder. Meine Lieblingspizza (mit Peperoni-Wurst), die früher 5,50DM gekostet hat, schlägt jetzt mit 5 Euro zu Buche. Gleiches bei der Pasta, gleiches beim Spargel oder Coq au vin…Kennt jeder. Sag ich doch. Mein Gehalt hat sich leider in den vergangenen Jahren nicht mehr verdoppelt. Das gab`s nur einmal. Da wurde ich vom Studi zum Berufstätigen. Und heute? Statt in einen Rentenfonds einzuzahlen, löhne ich Gastro-Rechnungen. Kann ja auch nicht jeden Tag hungrig bei Freunden und Verwandten aufschlagen und mich (hoffentlich) die nächsten 40-50 Jahre durchfüttern lassen. Das Gute: Ich lerne jede Menge Menschen kennen. Menschen, die ihr Geld mit Küchenversagern wie mir verdienen. Profis eben. Männer und Frauen, die alle ihre eigene Geschichte haben. Sie kochen, grillen, fritieren, bedienen, verkaufen und erzählen. Manchmal über sich, manchmal über andere Gäste, die Politik oder das Leben. Das ist meistens interessant und manchmal sogar spannend. Von diesen Menschen möchte ich hier berichten. Ab und an. Dann eben, wenn ich glaube, dass es sich lohnt. Vielleicht bringe ich demnächst mal ein Bild von mir mit. In einem Thai-Restaurant hängt schon ein kleines gerahmtes Foto von mir. Da war ich mal “Stammgast des Monats”. Kam in einem Monat auf 30 Suppen. So viel Curry! So viel Gemüse! So viel Ingwer! – Gut, jetzt bin ich jetzt erst mal weg. Essen.

Eine Reaktion zu “Kann nicht kochen, lebe trotzdem. (1)”

  1. zimtziege

    Bei Wilhelm Busch ist nachzulesen: Wer einen guten Braten macht, hat auch ein gutes Herz! Jawoll!

    Und jetzt setz ich noch einen drauf: Du kannst; denn Du sollst!

    Diese Weisheit ist natürlich nicht von mir, sondern von unserem Philosophen
    Immanuel Kant.

    Wieso Du’s kannst? Weil’s jeder kann!

    Wieso Du sollst? Weil’s Spaß macht!

    Und weil Liebe durch den Magen geht!

    und weil Essen und Lust eng miteinander verbunden sind.

    Deine Geschichte zu lesen war mein Highlight des Tages und bitte: MEHR DAVON! Du
    hast es angekündigt und ich freu mich drauf.

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